
Ursula Doka-Oser
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Interview |
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| Die künstlerische Arbeit ist
für mich eine Art der Kommunikation. So wie sich der Schriftsteller
mit Worten ausdrückt, versuche ich es mit der Malerei und der
Bildhauerei. Formen und Farben zueinander in Beziehung gebracht,
können bei dem Betrachter Assoziationen und Erinnerungen, und
aufgrund unseres kollektiven Unterbewußtseins auch das Gefühl
erzeugen, verstanden zu sein. Sehen kann man ohnehin nur das, womit
man sich - bewußt oder unbewußt - bereits beschäftigt.
Ein anderer Aspekt für die Bedeutung meiner Arbeit ist, daß
ich beim gestalterischen Prozess eigene Erlebnisse verarbeite und
versuche, sie sichtbar zu machen. |
Welche Bedeutung hat für Sie
die künstlerische Arbeit?
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Wenn jemand darauf besteht,
über meine Gedanken zu einer meiner Arbeiten etwas zu erfahren,
lehne ich das selbstverständlich nicht ab. Mein Titel gibt
ja eigentlich schon einen Hinweis und lenkt die Gedanken in eine
gewisse Richtung. Viel interessanter ist für mich jedoch, was
der Betrachter sieht und empfindet, da durch seine Gedanken die
Arbeit vollendet wird. Bilder ohne Titel fände ich spannend.
Aber leider funktioniert dies nicht in der Praxis. |
Können Sie dem Betrachter
mit Ihren eigenen Worten Zugang zu Ihren Arbeiten ermöglichen? |

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Diese Frage kann ich mit
einem klaren NEIN beantworten. Dazu gibt es zu viele Themen, mit
denen ich mich befassen möchte. Außerdem fasziniert mich
immer wieder das Experiment und die damit verbundenen Herausforderungen. |
Haben Sie ein durchgängiges
Konzept für Ihre Kunst? |

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Meine Ausdrucksmittel
sind Malerei und Plastik. In den vergangenen 2-3 Jahren beschränkte
ich mich bei der Malerei vorwiegend auf Acryl auf Leinwand, da ich
mit unterschiedlichen Grundierungen arbeite, die der Malerei eine
gewisse Plastizität verleihen.
Bei der Plastik verwende ich Ton, manchmal auch in Kombination mit
anderen Materialien, wie Holz, Metall und Leinwand.
Die Terakotten sind vorwiegend in Farbfassung. |
Welche künstlerischen
Mittel und Techniken setzen Sie bei Ihrer Arbeit ein? |

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Der Gedankenaustausch
und die gemeinsamen Aktivitäten mit den Kolleginnen und Kollegen
ist für mich mit der Zeit wichtig geworden. Schon das alljährlich
zu bearbeitende gemeinsame Thema für unsere Kunstauktion gibt
neue Denkanstöße und Herausforderungen. Man ist nun aufgefordert,
sich einem Thema zu stellen, was man nicht unbedingt aus eigenem
Antrieb in Angriff
genommen hätte.
Es ist für mich immer wieder erstaunlich, was passiert wenn
man sich auf diese Aufgabe einlässt.
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Was ist für Sie
der besondere Reiz an der alljährlichen Gruppenausstellung
in Stuttgart-Obertürkheim teilzunehmen? |

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