Können Sie dem Betrachter mit Ihren eigenen Worten Zugang zu Ihren Arbeiten ermöglichen? Mein Wunsch ist:
Die Bilder sollen für sich selbst sprechen. Ich arbeite mit Resten der Überflussgesellschaft, mit Abfällen, Verpackungsfragmenten, oft verwoben mit Einsprengseln aus der Natur. Meine Sammlung besteht aus Stücken, die mir spontan gefallen, sei es aufgrund eines auffallenden Umrisses, eines markanten Reliefs, seien es fragmentarische Zeichen, verwitterte Farbe usw. Diese Elemente bestimmen das weitere Vorgehen mit.
Was ist für Sie der Auslöser zum künstlerischen Prozess? Die Fundstücke geben mir den Anstoß und sind Ausgangspunkt für meine künstlerische Arbeit. Sie werden zum künstlerischen Objekt. Wichtig ist die Verzauberung, die Verfremdung, Verwandlung oder Umwandlung, z.B. zum Papier trouvé, zum Stilleben, zu einer Geschichte oder zu einer abstrakten Komposition.
In welcher Arbeitsweise bauen Sie das Bild auf? Ein Einstimmen, ein Identifizieren mit dem Fundstück, lässt mich die künstlerische Umsetzung finden. Die einzelnen Arbeitsschritte vom Präparieren,Verstärken, Füllen,Überstreichen usw., sind meistens nicht mehr nachvollziehbar.
Welche Bedeutung hat für Sie die Auseinandersetzung mit anderen Kunstwerken? In erster Linie arbeitet man für sich selbst, weil man die künstlerische Idee auf das Papier bringen will - und glücklicherweise kommt der Dialog mit dem Betrachter fast automatisch zustande, im Idealfall findet er intuitiv Zugang zu den Bildern.
Arbeiten Sie nur für sich selbst, oder wollen Sie mit anderen kommunizieren? Ja. Vom reinen Zeichner, zum Objektmacher. Vom Flachen bis zum Dreidimensionalen.
Welche Bedeutung hat für Sie die künstlerische Arbeit? Die eigene künstlerische Arbeit ist so wichtig wie Essen und Trinken.
Sind für Sie Ausstellungen 
              und der Verkauf von Kunstwerken existenziell, bzw. finanziell von 
              Bedeutung?